2004 Wiesmoor

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Wiesmoor 2004
oder
die Faszination Regen
oder
bloß nicht zu schnell

Wieder ist ein Zeltlager vorbei. Und wieder sitzen Marco und Stefan vor dem Rechner und haben die Aufgabe einen Bericht zu dem Lager zu Schreiben. Keine Angst, in diesem Jahr gibt es keine Konzerte oder sonstigen Zugaben wie zu dem Bericht 2002.
Es wird also ein objektiver und sachlicher (grins) Bericht.

Nach einem von der Sonne verwöhnten Vortrupp waren wir voller Hoffnung, was das Wetter in diesem Jahr betraf. Diese Hoffnung wurde auch nicht enttäuscht. Zumindest in den beiden letzten 48 Stunden des Lagers. Die übrige Zeit war durch eine Sache geprägt: Umziehen. Nicht nur die tapferen Lagerinsassen zogen sich ständig um, ganze Zelte zogen um. Die  Regenschauer, ein ständiger Begleiter des Zeltlagers, zwangen alle zum mehrfachen Wechsel zwischen kurzer Hose und Regenklamotten.

Die vom ständigen Regen auf unserem Platz kreierte Moorlandschaft zwang das Großzelt zum mehrfachen Standortwechsel. Auch ein Kinderzelt musste nach einem Starkregen kurzzeitig umziehen, damit der Boden unter dem Zelt wieder trocknen konnte.
Wo wir gerade bei Starkregen sind. Wir sind ja alle Norddeutsche und Regen gewöhnt. Aber so einen Regen hatte noch niemand von uns gesehen. Man sah keine 30 Meter mehr weit. Nach sechs Minuten war der Spuk allerdings auch schon vorbei und der Platz glich einem Naturfreibad. Ein Wunder, dass die Zelte bis auf kleinere Wassereinbrüche gehalten haben...

Aber es gab noch andere beeindruckende Erfahrungen. In einer der ersten Nächte wurden einige von uns, von einem Anfangs nur leichten Gewitter am Einschlafen gehindert. Trotz des erstmal nur dezenten Grummelns ahnten wir böses. Nicht das wir nicht hätten schlafen können, aber die Sorge um die Kinder trieb uns hinaus in die noch finstre Nacht. Wenige Minuten später konnte von Finsternis keine Rede mehr sein. Der Platz war von Blitzen illuminiert. Donner, die das Jüngste Gericht anzukünden schienen, untermalten das Naturschauspiel. Und was machten die Kinder währenddessen? Diese Frage ist leicht zu beantworten. Während wir von Zelt zu Zelt liefen um evtl. ängstliche Kinder zu beruhigen, schliefen diese den Schlaf der Gerechten.
Welche Erfahrung durften oder besser mussten wir in dieser Nacht machen. Wenn ein Kind schläft, dann schläft es! (zumindest bei uns im Zeltlager)

An dieser Stelle noch einmal dank an die Küche, die uns wie immer bei schlechtem Wetter mit aufmunternden Worten, heißen Getränken und tatkräftiger Mithilfe super unterstützt hat.

Über das Wetter und seine Kapriolen könnten wir noch stundenlang sprechen. Aber es gab ja noch genügend andere Dinge in diesem Zeltlager, die zu erwähnen wären.

Trotz des ... Wetters, haben die Gruppenleiter das Programm für die Kinder bis auf eine Ausnahme durchgeführt. Programmpunkte waren unter anderem: Wandertag zu ein Bauernhof (und wieder eine Erfahrung: Kinder sind von Natur aus lahm!), Workshops, Turniere, Rollenspiele, Singerrunden, ein Gottesdienst, Feste, ein Ausflug in ein Erlebnisbad und nach Wiesmoor, und noch vieles mehr.

Und wieder eine Erfahrung: Kinder interessiert das Wetter nur am Rande. Trotz aller Widrigkeiten haben sie mit Elan und Freude an den Aktivitäten teilgenommen. Gejammer über den Regen war nur sehr selten zu hören. Auch könnte man ja erwarten, dass das Wetter sich auf die Stimmung und das Verhalten der Kinder untereinander niederschlägt. Aber auch das geschah nicht. Bis auf sehr wenige Ausnahmen war es ein harmonisches und friedliches Zeltlager 2005.
 

Abgerundet wurde dieser Eindruck von dem hervorragenden Gruppenleiterteam. Die Gruppenleiter haben mit sehr viel Einsatz, Begeisterung und Freude ihre Aufgaben gemeistert. Ohne sie und ohne das Küchenteam wäre ein solches Lager nicht möglich gewesen.
Euch allen noch einmal ein herzliches Danke!                       

Wir freuen uns schon jetzt auf das Lager 2005 in Blomberg mit Euch!!!!!