2005 Blomberg

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Zeltlager 2005 – Blomberg – 

Zähneputzen mit Selter

 

Zwei Tage vor der Abfahrt der Kids, machte sich der voll beladene LKW zusammen mit dem Vortrupp auf in Richtung Blomberg. Dort angekommen, schien das Wetter unseren bisherigen Erfahrungen aus den Jahren 1994 und 1999 stand zu halten. Trotz strahlender Sonne und dem Gefühl, dass es leicht warm war, sorgte der Vortrupp für den Aufbau des Lagers (in einer Rekordzeit – Daniel wir werden immer besser! J ). Nach dem die letzten Kleinigkeiten am Samstag auf dem Platz erledigt waren, genoss der Vortrupp das schöne Wetter. Zur gleichen Zeit war Abfahrt in Neumünster; nach Erzählungen soll es dort während des Beladen des Busses stark geregnet haben, so dass der ein oder andere etwas nass geworden ist. Ein paar Stunden später war die Sonne auf dem Zeltplatz vorerst verschwunden. Dafür war nun Leben auf dem Platz und es war wie immer - Zeltlager!

 

Doch eine Sache war anders – wir hatten ein kleines Wasserproblem. Was bedeutete, ausschließlich für die Toilettenspülung und das Händewaschen durfte das Leitungswasser benutzt werden, alles andere war tabu. Somit genossen wir das Abendteuer – wir lebten mit Wasserflaschen vom Lidl um die Ecke, den die Vortruppjungs zuvor leer gekauft hatten (wäre gerne dabei gewesen, war bestimmt eine Freude. Dieses Abendteuer sorgte für Abwechslung und eine Menge Spaß. Denn wer putzt außer uns seine Zähne mit Selter?

 

In keinem vorherigen Zeltlager haben wir unser geplantes Programm so oft hin und her getauscht wie in diesem Jahr – was schon gleich zu Anfang begann. Zugegeben das geniale Wetter hatte es angeboten, doch der Hauptgrund war das Bedürfnis, eine Dusche zu nutzen. Somit marschierten wir zum Freibad in Blomberg, welches uns nicht nur einmal sah. Ein Programmhighlight zu Beginn des Zeltlagers war auch der „Kunstwerkwettbewerb", den meine Mädels mit einer Strohpuppe namens „Nina II" gewannen. Neben Rollenspiel, Workshops und Hausfrauenralley standen Robinsontage auf dem Programm - doch diese vielen der Sonne zum Opfer.

Deshalb machten wir in der großen Gruppe eine kleine gemütliche Abendwanderung mit einem Abendbrotspicknickstop. Die umliegenden Feldwege waren recht nett; die Sonne lachte uns ins Gesicht, so dass wir uns über die vereinzelten Bäumchen am Wegesrand freuten - denn nur Daniela hatte ihren Sonnenschirm dabei. 

 

 

Die Tage verflogen - zum Bergfest gab es eine „Live-Wetten-Dass-Show" mit anschließender Zeltdisko mit den Besten DJ’s der Welt. Wir hatten eine Menge Spaß und der Abend war viel zu kurz. Doch am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, denn unser Tagesausflug stand auf dem Programm.

Wir ließen uns mit dem Bus nach Detmold fahren und genossen einen Tag in einem Erlebnisschwimmbad, das echt einiges zu bieten hatte. Zu den beliebtesten Dingen gehörte wohl die Wasserrutsche (wie immer) und die Dampfsauna - und die Pommes sollen auch sehr gut gewesen sein. Beim Hinausgehen hatten wir dann auch noch etwas Spaß, denn es musste jeder einzeln nacheinander mit seinem Schlüssel durch den Ausgangstürpoller, der im Schneckentempo arbeitete. Da man ja dort schon in der Schlange stand, war die vor dem Eisautomaten dann nicht mehr so groß. Fast alle genossen während wir auf den Bus warteten ein erfrischendes Eis, denn das Wetter war angenehm warm. Und wir begutachteten die Einkäufe der Mädels, die mit Schnupfen und Co. shoppen statt schwimmen waren.

 

Am Abend erzählten wir den Kids, dass wir Gruleis unseren freien Abend haben und verließen in „Zeltlagerklamotten" den Platz. Bei vielen kam leichtes Misttrauen auf, doch mit der Aussage, dass wir zum Schützenfest um die Ecke gehen und die dort alle so aussehen, machten wir uns aus dem Staub. Denn eine Gruselwanderung sollte auch in diesem Jahr nicht fehlen. Die kleinen Jungs ließen sich das ganze entgehen, da sie sehr, sehr, sehr weit weg im Land der Träume waren.

Den Abend darauf hatten wir dann wirklich frei und fuhren nach Detmold und machten die Stadt unsicher. Währendessen stellte unser (traditioneller) Besuch für die Kids eine „Dschungelcamp-Show" auf die Beine. War bestimmt lustig… .

Das traditionelle Fußballturnier/-spiel Lagerauswahl gegen Team war auch in diesem Jahr ein Muss. Beim Auflaufen saßen die Kronen noch akkurat auf unseren Köpfen, doch aufgrund der Temperatur weichte die Pappe langsam durch und das ganze Team entschied sich ohne Schürze zu spielen (dann sahen wir also wieder ganz normal aus – wie langweilig). Die Wasserflaschen, die wir noch in Mengen vor Ort hatten (unser Wasser war ja wieder freigegeben) wurden in sekundenschnelle geleert, denn eigentlich war es wohl doch etwas zu warm, um Fußball zu spielen. 

 

 

Am Abend feierten wir auf dem Zeltplatz Gottesdienst, zusammen mit dem neuen Kaplan und Julia, die extra aus Neumünster vorbeigekommen waren.

Ein spaßiger Programmpunkt war wohl auch die Fotoralley, die Stefan und Marco vorbereitet hatten. (Ich bin stolz auf euch!)

Kurz darauf folgte auch schon das Abschlussfest mit „Blomberg sucht den Superstar" und den Lagerwahlen – alle gingen davon aus, dass das Lagergirl aus dem großen Mädchenzelt stammen wird, doch es gab eine positive Überraschung – Stefanie Fuhrberg wurde Lagergirl 2005. Zu Ende ging der Abend wie gewohnt mit einer Disko. Als letztes Lied legten die DJ’s „It’s time to say god bye" auf, was für eine einzigartige Stimmung gesorgt hat. *schnief*

Am nächsten Tag hieß es dann nur noch Abbauen und auf nach Neumünster

So, und alle, die jetzt glauben, es hätte in diesem Jahr nicht geregnet, die muss ich leider enttäuschen, denn die Wetterunentschiedenheit sorgte größtenteils für das-Programm-hin-und-her-getausche. Was aber sicher ist, es hat ganz bestimmt nicht so viel geregnet, wie im letzen Jahr und insgesamt hatten wir schon traumhaftes Wetter.

Na ja, nicht nur das Wetter war blombergtypisch, sondern auch die Stimmung und alles andere. Es war ein super Zeltlager, zu dem jeder einzelne seinen Teil beigetragen hat. Das diesjährige Team hat Spontanität bewiesen und wir sind mit Sicherheit um einige Erfahrungen reicher geworden. Vielleicht sollten wir uns bei den Vorbereitungen für das nächste Jahr wirklich auf das Sammeln von Programmpunkten beschränken. 

Danke, Marco und Stefan, dass ihr auch in diesem Jahr wieder die Lagerleitung übernommen habt (welche von Jahr zu Jahr professioneller wird).

 

Ich finde, ihr habt eure Sache gut gemacht. 

 

Danke, Hennrike und Ole für das leckere Essen, es hat wie auch in den letzten Jahren super geschmeckt. Habe auch in diesem Jahr fast alles gegessen (nur die Erbsensuppe nicht L – wünsche mir fürs nächste Jahr wieder Hühnersuppe).

 

Danke an euch anderen Gruppenleiter, dass wir es alle zusammen ausgehalten haben.

 

Und Danke an meine neun Mädels - ihr ward ein super Zelt. Hatte eine Menge Spaß mit euch. 

 

Wo geht das nächste Zeltlager hin? Teterow!?

 

Und wer sorgt dafür, dass ich wieder mitfahren kann?

 

Wir sehen uns hoffentlich im nächsten Jahr.

 

Nina Neumann